Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau

Diskriminierung im Gesundheitswesen

Berlin_Charite_1740In Artikel 12 der UN-Frauen­recht­skon­ven­tion sind die Maß­nah­men zur Sicherung des gle­ichen Zugangs zu den Gesund­heits­di­en­sten ange­sprochen. Damit wer­den die bere­its mit der Rat­i­fizierung des UN-Sozial­pak­tes über­nomme­nen Verpflich­tun­gen zur Gewährleis­tung des Rechts auf Gesund­heit auf die Sit­u­a­tion von Frauen angepasst.

Die Ver­tragsstaat­en sind hier­nach verpflichtet, für angemessene und erforder­lichen­falls unent­geltliche Betreu­ung der Frau während Schwanger­schaft, Ent­bindung und Stil­lzeit zu sor­gen. Entsprechende Vorschriften find­en sich in Deutsch­land ins­beson­dere im Mut­ter­schutzge­setz.

 

Artikel 12

  1. Die Ver­tragsstaat­en tre­f­fen alle geeigneten Maß­nah­men zur Besei­t­i­gung der Diskri­m­inierung der Frau im Bere­ich des Gesund­heitswe­sens, um der Frau gle­ich­berechtigt mit dem Mann Zugang zu den Gesund­heits­di­en­sten, ein­schließlich der­jeni­gen im Zusam­men­hang mit der Fam­i­lien­pla­nung, zu gewährleis­ten.
  2. Unbeschadet des Absatzes 1 sor­gen die Ver­tragsstaat­en für angemessene und erforder­lichen­falls unent­geltliche Betreu­ung der Frau während der Schwanger­schaft sowie während und nach der Ent­bindung und für eine aus­re­ichende Ernährung während der Schwanger­schaft und der Stil­lzeit.