Die Ent­ste­hung der Frauenrechtskonvention

International Women's Day March for Gender Equality and Women's Rights

Die Gleich­be­rech­ti­gung der Frau in allen Lebens­ge­bie­ten war von Anfang an ein Dis­kus­si­ons­ge­biet in der Men­schen­rechts­ar­beit der Ver­ein­ten Nationen.

Bereits die All­ge­mei­ne Erklä­rung der Men­schen­rech­te vom 10. Dezem­ber 1948 ent­hielt den Grund­satz der Gleich­be­rech­ti­gung von Mann und Frau. Eben­so fand die­ser Grund­satz Ein­gang in den Inter­na­tio­na­len Pakt vom 19. Dezem­ber 1966 über bür­ger­li­che und poli­ti­sche Rechte1 und den Inter­na­tio­na­len Pakt vom 19. Dezem­ber 1966 über wirt­schaft­li­che, sozia­le und kul­tu­rel­le Rechte2.

Dem Über­ein­kom­men ging die auf der Gene­ral­ver­samm­lung der Ver­ein­ten Natio­nen am 7. Novem­ber 1967 ver­ab­schie­de­te “Erklä­rung über die Besei­ti­gung der Dis­kri­mi­nie­rung der Frau” vor­aus3.

Im Zusam­men­hang mit der Durch­füh­rung die­ser Erklä­rung und der Vor­be­rei­tung des Inter­na­tio­na­len Jah­res der Frau hat die Frau­en­rechts­kom­mis­si­on 19724 vor­ge­schla­gen, die Auf­fas­sung der Mit­glieds­staa­ten über ein neu­es Rechts­in­stru­ment zur Besei­ti­gung der Dis­kri­mi­nie­rung der Frau ein­zu­ho­len. Gleich­zei­tig wur­de eine Arbeits­grup­pe zur Vor­be­rei­tung eines Ent­wurfs ein­ge­setzt. Nach­dem die Gene­ral­ver­samm­lung am 15. Dezem­ber 19755 den Arbei­ten an dem Über­ein­kom­men zuge­stimmt und dazu auf­ge­for­dert hat­te, das Inkraft­tre­ten des Über­ein­kom­mens noch in der ers­ten Hälf­te der von den Ver­ein­ten Natio­nen pro­kla­mier­ten Frau­en­de­ka­de 1976 bis 1985 zu ermög­li­chen, wur­de der Ent­wurf der Frau­en­rechts­kom­mis­si­on fer­tig­ge­stellt und dem Wirt­schafts- und Sozi­al­rat zuge­lei­tet. Die­ser beschloss am 12. Mai 19776, den Ent­wurf den Regie­run­gen zur erneu­ten Stel­lung­nah­me zuzu­lei­ten. Sodann wur­de der Ent­wurf mit Stel­lung­nah­men und Alter­na­tiv­vor­schlä­gen auch von UN-Son­der­or­ga­ni­sa­tio­nen und nicht-staat­li­chen Orga­ni­sa­tio­nen dem 3. Haupt­aus­schuss der Gene­ral­ver­samm­lung über­wie­sen, der ihn von Herbst 1977 bis Dezem­ber 1979 wäh­rend drei­er Sit­zungs­pe­ri­oden bera­ten und am 7. Dezem­ber 1979 ver­ab­schie­det hat7. Die Gene­ral­ver­samm­lung der Ver­ein­ten Natio­nen hat das Über­ein­kom­men schließ­lich am 18. Dezem­ber 1979 ange­nom­men8. Es wur­de aus Anlass der 2. Welt­frau­en­kon­fe­renz der Ver­ein­ten Natio­nen in Kopen­ha­gen ermög­licht, das Über­ein­kom­men, das seit dem 19. Dezem­ber 1979 in New York zur Zeich­nung auf­ge­legt war, auch dort zu unter­zeich­nen. Das Über­ein­kom­men konn­te des­halb in Kopen­ha­gen am 17. Juli 1980 vom Bot­schaf­ter der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land in Däne­mark unter­zeich­net werden.

Gemäß sei­nem Arti­kel 27 Abs. 1 ist die Frau­en­rechts­kon­ven­ti­on 30 Tage nach der Hin­ter­le­gung der zwan­zigs­ten Rati­fi­zie­rungs- bzw. Bei­tritts­ur­kun­de für die Staa­ten, die bis zu die­sem Zeit­punkt bei­getre­ten sind bzw. rati­fi­ziert haben, in Kraft getre­ten. Dies war am am 3. Sep­tem­ber 1981 der Fall.

  1. BGBl. 1973 II S. 1533[]
  2. BGBl. 1973 II S. 1569[]
  3. UN-Doc. A/Res./2263 [XXII][]
  4. Reso­lu­ti­on 5 [XXIV] der Frau­en­rechts­kom­mis­si­on[]
  5. Ent­schlie­ßung 3521 [XXX] der Gene­ral­ver­samm­lung[]
  6. UN-Doc. E/​Res/​2058 [LXII][]
  7. UN-Docs. A/​32/​820 und A/34/L.61[]
  8. UN-Doc. A/​Res/​34/​180[]

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